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Diagnose

Für eine möglichst frühzeitige Erkennung möglicher Krebserkrankungen sind spezielle Screening-Verfahren verfügbar, die durch Screening-Programme wie die folgenden gefördert werden:

  • Ärztliche Untersuchung der Brust
  • Brust-Selbstuntersuchung
  • CT-Untersuchung (Computertomographie)
  • Röntgen-Thorax
  • Ultraschall

Eine weitere diagnostische Untersuchung von Gewebeentnahmen ist erforderlich, um das pathologische Stadium, den histologischen Typ, den histologischen Tumorgrad und den molekularen Subtyp des Tumors zu ermitteln. Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen molekularen Brustkrebs-Subtypen erfolgt mithilfe von Biomarkern.

Die Informationen über den molekularen Subtyp werden von Onkologen für die Beurteilung der individuellen Prognose des Patienten verwendet und helfen bei der Auswahl der am besten geeigneten Therapie. Nachfolgend sind die am häufigsten verwendeten Tests zur Bestimmung des Status von Biomarkern und somit des molekularen Subtyps des Tumors aufgeführt:

  • IHC (Immunhistochemie): Das Anfärben von Protein in Gewebeschnitten mit Antikörpern veranschaulicht die Expression von Biomarkern auf Proteinebene. Pathologen beurteilen den Anfärbegrad visuell und geben einen semiquantitativen Index an, mit dem bestimmt wird, ob ein Biomarker positiv (größer als ein Grenzwert) oder negativ (kleiner als ein Grenzwert) ist. Dieser Ansatz ist naturgemäß semiquantitativ.
  • FISH (Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung) oder CISH (Chromogene-in-situ-Hybridisierung): Mit diesen Methoden wird eine anomale Genamplifikation in Tumorzellen gemessen. Sie werden typischerweise als Sekundärmethoden durchgeführt, wenn die IHC Zwischenergebnisse bzw. unklare Ergebnisse für den HER2-Biomarker ergibt.
  • RT-qPCR (Reverse Transkription und quantitative Echtzeit-PCR): Zur Bestimmung der tatsächlichen Genexpression von Biomarkern auf mRNA-Ebene. Diese neue Testgeneration liefert quantitative Ergebnisse und weist im Vergleich zur IHC eine sehr viel höhere Auflösung sowie einen breiteren dynamischen Bereich auf. Gleichzeitig entfallen mehrere Ursachen für Schwankungen, die bei IHC-Messungen auftreten (MammaTyper® basiert auf der RT-qPCR-Technik).