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Brustkrebs

Brustkrebs ist in Europa, aber auch weltweit die häufigste Krebserkrankung. Global wird bei einer von acht Frauen im Laufe ihres Lebens Brustkrebs diagnostiziert. Allein im Jahr 2012 wurden mehr als 464.000 neue Fälle diagnostiziert (29 % aller Fälle bei Frauen und insgesamt 13 % aller Krebserkrankungen).

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Geschätzte altersstandardisierte Inzidenz- und Mortalitätsraten: beide Geschlechter, basierend auf http://globocan.iarc.fr/Pages/fact_sheets_population.aspx

Durch wissenschaftliche Forschung haben sich Diagnose und Therapie dieser Indikation jedoch drastisch verbessert. Dies hat eine kontinuierliche Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit zur Folge gehabt, insbesondere für Patienten unter 75 Jahren, deren Überlebensraten sich in den vergangenen 20 Jahren jährlich um 2% erhöht haben.

Heute geht die Wissenschaft von der Annahme aus, dass es sich bei der Entstehung von Krebs um einen mehrstufigen Prozess genetischer Veränderungen in den für die Regulierung des Zellwachstums verantwortlichen Genen handelt. Diese Gene befinden sich in allen Zellkernen und regulieren die Aktivität einer jeden Zelle. In gesundem Gewebe ersetzen die Zellen in unserem Körper sich durch einen geregelten Zellwachstumsprozess: gesunde neue Zellen übernehmen, sobald alte Zellen absterben. Im Laufe der Zeit können Mutationen bestimmte Gene „anschalten“ und andere „ausschalten“. Derart veränderte Zellen können ein abnormes Zellwachstum und Zelleigenschaften aufweisen, die zur Bildung von Tumoren und zur Infiltration von Tumoren in umgebendes Gewebe führen. Die Fähigkeit zur Infiltration von gesundem Gewebe und die Ausbreitung darin unterscheidet einen malignen von einem benignen Tumor.

Ausgehend von diesen Erkenntnissen ist allgemein akzeptiert, dass Brustkrebs nicht als eine einzige Krankheit betrachtet werden kann. Stattdessen hat sich gezeigt, dass verschiedene molekulare Brustkrebs-Subtypen unterschiedliche therapeutische Ansätze erfordern. Somit ist eine sorgfältige Trennung verschiedener Subtypen der Schlüssel für eine erfolgreiche Behandlungsstrategie.